Forschungsprojekt zur Ermittlung der Quote an Zahlendrehern im Deutschen


Es scheint bisher noch nicht ermittelt worden zu sein, wie viele Zifferndreher es pro Tag im deutschen Sprachraum gibt. Liegt es daran, dass man über Fehler nicht gerne spricht? Oder daran, dass man keinen Sinn darin gesehen hat, diesen Anteil festzustellen. Wenn man die Möglichkeit erkannt hat, im Deutschen die unverdrehte Zahlensprechweise einzuführen, liegt die Bedeutung dieser Fragestellung und ihrer hinreichend genauen Beantwortung auf der Hand. Aus diesem Grunde schlagen wir vor, Forschungsaufträge zu vergeben, in denen alle wichtigen Aspekte dieser Frage in empirischen Versuchen auf  den Grund gegangen werden soll. Insbesondere sollte man Test durchführen, in denen Probanden zwei- bis fünfstellige gesprochene Zahlenreihen unter verschiedenartigen Bedingungen aufzuschreiben haben oder über Tastatur in einem Rechner einzugeben haben. Die ermittelten Zifferndreher werden abhängen von der Schnelligkeit, von ablenkenden Zusatzgeräuschen und sonstigen Rahmenbedingungen.  Personen, die deutsch nicht als Muttersprache haben  oder lange im Ausland gelebt haben, werden dabei eine höhere Fehlerquote verursachen. Man wird auch die neueren Befunde der Neurowissenschaften zu beachten haben, siehe etwa S. Dahaene, Der Zahlensinn oder warum wir rechnen können, Birkhäuser-Verlag 1999. Die deutschsprachige Wirtschaft sollte erkennen, dass die Ermittlung der Zahlendreherquote in ihrem Interesse liegt. Denn erst dann kann man daran gehen, den wirtschaftlichen Schaden realistisch abzuschätzen, der durch das bisherige Zahlenaussprechsystem verursacht wird. Wir fordern diejenigen Branchen der Wirtschaft auf, wie etwa das Bankwesen, die davon besonders betroffen sind, die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, die für solche Forschungsvorhaben benötigt werden.

Die Unternehmen, die in der Zeit der Globalisierung, und der europäischen Einigung internationale Konkurrenzfähigkeit entwickeln müssen, werden bestrebt sein, Standortnachteile zu vermeiden. Der Störfaktor, der durch die unlogische und provinzielle deutsche Zahlenaussprechweise verursacht wird, kann nicht ohne weiteres vernachlässigt werden.


2.Projekt: Mathematikunterricht an Grundschulen
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